Augen Lasern - meine Erfahrung!

Hey ihr, wie einige von euch eventuell mitbekommen haben, war ich ja für zwei Wochen in Russland. Genauer gesagt direkt in Moskau. Unter anderem habe ich dort Verwandtschaft (auch außerhalb Moskau) und unter anderem wollte ich mir dort meine Augen lasern. Nur als kleine Vorwarnung - dieser Post wird heute etwas länger! 
Seit einigen Jahren trage ich schon eine Brille. Genauer gesagt schon seit ich in der fünften Klasse bin. Ehrlich gesagt hätte ich die Brille schon eher gebraucht, da ich wirklich nichts mehr von der Tafel bzw. dem Tagelichtprojekot ablesen konnte. Jedoch habe ich mich nie getraut dies auszusprechen, weil ich einfach keine Brille haben wollte. Je länger man dies aber hinauszögert, desto schlechter wird natürlich auch die Sehstärke. Das sollte einem bewusst sein, aber wie gesagt - Mein kleines Ich wollte einfach keine Brille.
Bei einem Augenarztbesuch stellte sich dann aber raus, dass ich eine Brille brauche. Ich habe natürlich auch nichts anderes erwartet..
Nach einem oder zwei Jahren bin ich dann auf Kontaktlinsen umgestiegen, welche ich auch eine Zeit lang getragen habe. Bis ich dann aber wieder auf meine Brille umgestiegen bin und diese bis jetzt bzw. vor kurzem noch getragen habe. 

Vor dem Lasern hatte ich auf einem Auge -6 und auf dem anderen -5,50. Nicht gerade wenig und ohne Brille fühlte ich mich wirklich wie ein blinder Frosch. Was leider in einigen Situationen nicht gerade toll ist. Besonders wenn man mal ins Schwimmbad möchte oder ans Meer. 
Bei mir stand schon seit einigen Jahren fest, dass ich mir meine Augen auf jeden Fall Lasern lassen werde. Meine Schwester selber hat es auch vor etwa 10 Jahren in Moskau machen lassen und es ist immer noch alles tiptop! Meine Eltern waren natürlich auch auf meiner Seite und somit stand die Entscheidung auch sehr schnell fest, dass ich meine Augen auch in Moskau Lasern lassen werde. Nicht nur weil meine Schwester dort gute Erfahrung gemacht hat, sondern auch weil wir somit wieder einen Grund mehr haben Familie zu besuchen und der noch wichtigere Punkt - die Kosten. Was man hier in Deutschland für ein Auge zahlt, bezahlt man in Moskau für beide Augen. Auch wenn Moskau keine billige Stadt ist, dieses Angebot kann man sich ja wohl schlecht entgehen lassen. Hier in Deutschland zahlt man für beide Augen in etwa 4000€ und dort nur etwa 2000€. Ist schon ein Unterschied, oder? 
Viele Menschen fürchten sich vor einer OP im Ausland, aber ich persönlich hatte diesbezüglich keine Sorgen. Immerhin lief bei meiner Schwester vor 10 Jahren schon alles gut und die Technik bessert sich ja immer mehr. Somit machte ich mir darüber wirklich keine Gedanken. Vor allem ist es auch eine wirklich ausgezeichnete Klinik.

Mit der Klinik nahmen wir Anfang des Jahres Kontakt auf über E-Mail und die Antworten kamen immer rasch und es war auch überhaupt kein Problem einen Termin zu erhalten. Wir sollten uns einfach nochmal eine Woche vor der Anreise melden und dann einfach an dem Tag vorbeischauen, an welchem es uns passte.

Der ersten Tage vor der OP
Einen Tag nachdem wir in bei meiner Tante angekommen waren (war ein Montag), sollte die OP auch stattfinden. So dachten wir zumindest. Wir wachten früh auf und obwohl ich wirklich kaputt vom Vortrag war, habe ich nicht wirklich gut geschlafen. Naja, ich war ja auch sehr aufgeregt. Was denke ich auch verständlich ist. Wir kamen in der Klinik an und haben uns dort regestiert. Jedoch meinte die Dame zu uns, dass es sich heute gar nicht mehr lohnt mit den Voruntersuchungen, da alles viel zu voll ist. Dies schauten wir uns aber ersteinmal an und waren auch direkt der Meinung lieber morgen direkt zur Öffnung zu kommen, da dort wirklich alles voll war und wir wohl an dem Tag gar nicht erst dran gekommen wären. Somit kamen wir direkt am nächsten Tag zur Öffnung und haben Platz eingenommen. Kurz danach kamen schon viele andere Patienten. Uns fiel auf, dass dort wirklich sehr viele Dunkelhäutige Menschen da waren und auch Frauen mit Kopftüchern. Jedoch waren das meistens tatsächlich mehrere Leute wohl aus einem Land, da sich viele wohl schon kannten bzw. die auch alle einen Übersetzer dabei hatten. Was diese Übersetzter angeht.. darüber will ich gar nicht sprechen, da mir da das kotzen ehrlich gesagt hochkommt, wenn ich wieder zurück denke. Diese gehen einfach in die ganzen Behandlungsräume rein und legen ihre Patienten immer vor und sonst was, aber dazu werde ich jetzt nichts sagen, da es ein Fall für sich ist und es einfach nicht in Worte zu fassen ist, was sie da abziehen. 🙄
Auf jeden Fall war dieser Tag ein wirklich langer Tag für uns letztendlich. Wir haben fast 8 Stunden dort verbracht, da viele Untersuchungen getätigt wurden. Jedoch muss ich wirklich sagen, dass wir 70% dort eher mit warten immer verbracht haben..
Als wir dann mit den Untersuchungen fertig waren, wurden wir zu der Chirurgen geschickt, die das Lasern durchführen sollte. Jedoch war sie am Ende des Tages gar nicht mehr da, weswegen es für uns dann auch wieder nach Hause ging und wir am nächsten Tag wieder kommen wollten. Dies machten wir auch. Wieder direkt da gewesen damit wir die ersten sind, aber die Ärztin hat sich Zeit gelassen bis sie endlich mal da war und somit fing der Tag wieder mit warten an. Als wir dann endlich bei ihr waren, fiel ihr auf, dass in meiner Patientenakte noch zwei wichtige Dinge fehlten für die OP und ich die Untersuchungen noch nachholen sollte und dann erst wieder kommen sollte. Somit machten wir uns auf den Weg in das Behandlungszimmer, wo auch eine riesen Schlange war. Als wir dann nach etwa 2-3 Stunden dran kamen und die Untersuchungen getätigt wurde, fiel dem Arzt etwas in meinem Auge auf. Genauer gesagt in meinem rechten Auge. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht wie man es auf deutsch nennt. Auf jeden Fall waren da so Art Punkte in meinem Auge, die jetzt nicht weiter gefährlich wären, aber wachsen könnten und meine Sehkraft damit nur schlechter wird oder so ähnlich. Auf jeden Fall meinte er, dass er gerade gestern so einen Fall hatte und es heute auch bei derjenigen Patienten weggelasert hat und er es mir auch empfehlen würde. Somit machten wir bei diesem Arzt erst einmal einen Termin für den morgigen Tag aus. Allein diese Diagnose machte mir ehrlich gesagt schon Angst, aber was sein muss muss sein. Zu Hause fiel meiner Mutter und mir sogar dann noch ein, dass mein Augenarzt auch mal was zu diesen Punkten in meinen Augen gesagt hatte. Jedoch haben wir uns nicht mehr dran erinnert was genau.
Naja, am nächsten Tag war auch schon der Termin zum Lasern bzw entfernen des Wasauchimmer in meinem Auge und ich hatte da schon echt Angst. Ich sollte zu dem Termin gut ernährt kommen, damit ich dort bloß nicht in Ohnmacht dann falle. Jedoch hatte ich echt kurz davor das Gefühl mich übergeben zu müssen, weil ich einfach solche Angst hatte. Jedoch war die Prozedur recht schnell vorüber und tat auch gar nicht weh. War zwar irgendwann unangenehm wegen des Lichtes, aber ansonsten war alles super. Konnte danach auch ganz normal schauen und war auch gar nicht beeinträchtigt oder ähnliches. War halt noch kurz danach etwas unangenehm und meine rechte Pupille war viel größer, aber auch nur wegen der Tropfen die ich vor dem Eingriff bekommen habe. Auf jeden Fall sind wir danach mit wirklich allen Ergebnissen und gut vorbereiteten Augen wieder zu der Chirurgen gegangen und haben mit ihr einen Termin ausgemacht. Sie schlug den nächsten Tag vor, aber ich hatte da einfach nur zu sehr Angst wegen des Eingriffes an dem Tag und weil ich das Wochenende mit meiner Familie genießen wollte. Somit wurde es dann der darauffolgenden Montag.

Die OP
Kommen wir nun zu der eigentlichen OP. Der Punkt auf den ich mich am meisten freute, aber auch am meisten Angst hatte. Was ist wenn was schief läuft? Was ist wenn ich blind werde? - Das waren wirklich meine größten Ängste.
Man sollte zu der OP natürlich ungeschminkt kommen und auch wieder gut gesättigt. Als Kontaktlinsenträger muss man vor der OP auch einige Sachen beachten, aber da ich keine zu dem Zeitpunkt war, war es für mich eh irrelevant.
Ich war wirklich super aufgeregt und die Angst war enorm. Ich hatte wieder manchmal das Gefühl mich übergeben zu müssen, aber zum Glück ist dies nie wirklich passiert. Es war einfach nur die Aufregung. Die Chirurgen kam dann irgendwann und hat alle ihre Patienten aufgerufen, die an diesem Tag ihren Eingriff hatten. Ingesamt waren wir glaube ich 8 oder 9. Auf jeden Fall sollten wir dann einer Krankenschwester(?) folgen. Diese führte uns zu den Umkleiden, wo wir über unsere Kleidung die OP-Kleinung anziehen sollten.
Als das alles erledigt war, sollten wir uns im Flur nochmal hinsetzten. Dort wurden wir dann nacheinander aufgerufen und ratet mal wer als erstes aufgerufen wurde? Genau - ich. Ich hatte es schon im Gefühl und dies war dann auch wirklich so. Als ich dann auf der Liege war, wurden meine Augen nochmal gründlich gereinigt  und dann bekam ich so eine Art Maske auf mein Gesicht, die mein komplettes Gesicht abdeckte - außer ein Auge. Angefangen wurde mit dem Rechten. Mein Augenlid wurde mit einer Klammer fixiert. Ehrlich gesagt kenne ich nicht mehr so genau den Ablauf, aber in etwa kann ich ihn euch noch wiedergeben.  Nachdem ich unter das Lasergerät geschoben wurde, hat die Chirurgin einen Ausschnitt der Hornhaut perforiert und diesen anschließend hochgeklappt. Dies hat man auch wirklich selber irgendwie unterm Auge mitbekommen. Schon irgendwie creppy 😂
Auf jeden Fall sollte ich dann ganze Zeit auf einen Punkt schauen und dann erfolgte auch schon der Laservorgang. Ich habe ihn mir irgendwie anders vorgestellt. Halt wie einen Laser. Jedoch habe ich diesen Laserstrahl selber ganze Zeit nicht gesehen. Es roch zwar etwas verkohlt, aber ansonsten war da so an sich nichts. Als dies fertig war, wurde die Hornhaut auch wieder runtergeklappt und irgendwie wieder zu gestrichen mit einem Art Pinsel. So sah es für mich zumindest aus.
Dies erfolgte dann erst beim einem, dann beim anderen Auge. Ingesamt dauerte der Eingriff glaube ich nicht mal 10 Minuten.


Nach der OP
Als ich dann fertig war, sollte ich wieder raus gehen und mich für etwa 10 Minuten hinsetzten und ausruhen. Nicht das es mir irgendwie auf den Kreislauf zugeschlagen hätte und ich den am Ende dort noch auf dem Boden liege. Als ich dort saß, merkte ich schon deutlich wie viel ich sehe. Zwar war meine Sicht leicht vernebelt, aber ansonsten habe ich schon wirklich viel erkannt. Nach den paar Minuten dufte ich dann auch wieder raus gehen, wo meine Mutter auf mich gewartet hatte. Jedoch ging es für mich noch nicht nach Hause, sondern wieder nach oben. Dort sollten wir dann alle auf die Ärztin warten, welche hochkam als sie mit allen Patienten durch war.
Meine Augen haben dort sehr angefangen zu tränen. Was mir auch schon beim warten unten aufgefallen ist, aber oben ging es dann wirklich richtig los. Ich war wirklich sehr lichtempfindlich und hatte ganze Zeit meine Sonnenbrille auf, da es dort einfach für mich viel zu hell war und die Sonne an dem Tag auch noch sehr stark schien. Ich konnte meine Augen einfach nicht offen halten, da es einfach zu grell war und ich auch oft das Gefühl hatte etwas im Auge zu haben - wie Sand oder ähnliches. Nachdem ich dann von der Ärztin kontrolliert wurde und sie mir sagte, dass alles sehr gut aussieht, konnte ich auch endlich nach Hause. Sie empfahl mir nochmal etwas richtiges zu essen und mich dann für etwa zwei Stunden schlafen zu legen und dann gegen Abend auch schon anzufangen mit den Augentropfen. Insgesamt wurden mir drei Augentropfen verschrieben, wovon eins sogar im Kühlschrank gelagert werden muss. Diese ganzen Augentropfen müssen mehrmals täglich getropft werden, aber das stand alles auf dem Zettel, welchen wir von der Ärztin erhalten haben. Die einen Tropfen musste ich nur eine Woche verwenden, andere 3 Wochen und die einen, die glaube ich gegen trockene Augen sind werde ich ein halbes Jahr lang verwenden müssen.
Einen Tag nach der OP sollte ich nochmal in die Klinik zur Kontrolle kommen. Als erstes wurde ein Sehtest gemacht, wo ich wirklich schon so gut wie alles lesen konnte. Das einzige was ich nicht geschafft habe war die allerletzte Reihe mit meinem rechten Auge zu erkennen, aber das war wohl nicht weiter schlimm. Als ich bei der Ärztin war, meinte sie das ich schon meine volle Sehkraft habe und man meinen Augen sogar gar nicht mehr ansieht, dass ich am Tag davor eine OP hatte. Hat mich natürlich gefreut, aber das ich meine volle Sehkraft habe, habe ich nicht ganz geglaubt. Jedoch erklärte mir meine Ärztin, dass ich es selber noch gar nicht richtig mitbekomme, da sich meine Augen noch etwas dran gewöhnen müssen und diese Eingewöhnet dauert bei jedem anderes und hängt natürlich auch mit dem Dioptrienwert von davor zusammen. Bei manchen dauert es ein paar Tage, bei einigen eine Woche und dann hatte sie sogar schon welche bei denen es fast ein Monat gedauert hat. Deswegen war ich dann auch schon etwas erleichtert und habe wirklich jeden weiteren Tag gemerkt, dass ich wirklich viel viel besser sehe.

Nach der OP sollte man jedoch einige Dinge beachte, die halt von der Ärztin empfohlen werden. In den ersten Tagen sollte  kein Leitungswasser und natürlich auch kein Shampoo in die Augen geraten lassen. Außerdem meinte sie man sollte sich etwa 2 Wochen lang nicht schminken bzw. nicht die Augen. Dann sollte man lieber 1 Monat auf Alkohol verzichten. Das habe ich ehrlich gesagt nicht ganz verstanden, aber ich habe im Internet nachgelesen, dass Alkohol trockene Augen verursachen kann und es somit meine Augen dann ja fast verdursten würden 😅
Außerdem sollte ich auch lieber erst einmal eine Zeit lang auf Sprudelgetränke verzichten. Das fand ich aber nicht so schlimm, da ich eh lieber stilles Wasser trinke.
Außerdem sollte man etwa zwei Wochen lang auf Sport verzichten bzw. auf Sportarten die anstrengend und schweißtreibend sind. Spazieren gehen und langsames Fahrradfahren sind aber okay, alles andere sollte man lieber für etwa 2 Wochen lassen. Außerdem sollte man etwa ein Monat lang auf Schwimmen, Tauchen, Sauna und Solarium verzichten, weil Hitze sowie Chlor-/Salzwasser nicht sehr hilfreich sind während dieser Zeit für die Regeneration der Augen.


Ich muss sagen ich bin verdammt froh, dass ich diese Entscheidung mit dem Augenlasern getroffen habe. Es ist so viel einfacher im Alttag ohne Brille. Ich hatte wirklich riesige Angst vor diesem Eingriff, aber im Endeffekt frage ich mich echt nur, wovor hattest du eigentlich so große Angst? Es hat ja nicht mal wirklich wehgetan. Außer das es einmal kurz unangenehm war und die Augen danach etwas empfindlich waren. Ansonsten war da doch wirklich nichts.
Jeder muss natürlich selber schauen, ob dieser Eingriff was für ihn wäre. Ich selber bin, wie gesagt schon, sehr froh darüber. Auch wenn es nicht gerade billig ist. Leider bezahlt die Krankenkasse da keinen Cent für, da es als kosmetischer Eingriff gesehen wird. Dennoch bin ich froh für diese OP gespart zu haben und auch meinen Eltern sehr dankbar, dass sie mir da was beigesteuert haben und mich dabei unterstützt haben!

Hoffe es gibt hier welche die sich diesen langen Post überhaupt angetan haben.. am liebsten hätte ich ja noch viel ausführlicher geschrieben, aber das wäre dann denke ich wirklich zu viel 🙃
Falls also irgendwelche Fragen da sein sollten, dann könnt ihr sie mir hier gerne stellen oder auch notfalls über E-Mail bei mir melden. 

xoxo sabine 💋







Kommentare

  1. Ein spannender Post! Mein Freund steht auch vor der Entscheidung sich die Augen laser zu lassen, daher waren deine Erfahrungen sehr hilfreich für mich :) Danke!
    Liebe Grüße!
    LIANA LAURIE

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    1. Dankeschön und ich selber kann es wirklich nur empfehlen! :)

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